DIE IDEE

Mit meiner Entscheidung, nur noch politische Projekte zu machen, hinter denen ich zu 100% stehe, habe ich also meinen persönlichen Lebensweg wiedergefunden, und habe das schöne Gefühl, alles richtig zu machen. Es gibt da allerdings eine kleine Herausforderung, in einer kapitalistischen Welt Projekte zu machen, die gegen diesen Kapitalismus sind: man verdient keinen einzigen Cent. Und das ist ja auch gut so, denn die Menschen und Gruppen, für die ich meine ‚Dienstleistungen’ anbiete, zum Beispiel das Organisieren einer Lesung oder das Halten eines Workshops, haben ihrerseits kein Geld – und das ist auch wieder gut! Denn es zeigt, dass es auch Leben und Arbeit außerhalb von kapitalistischen Verwertungslogiken gibt. Ich könnte jetzt einen Teilzeitjob annehmen, um so meine anderen Projekte mit über Wasser zu halten. Dann würde ich aber wieder die Hälfte meiner Zeit in Arbeit stecken, hinter der ich nicht voll und ganz stehe, und hätte weniger Energie für das wirklich Wichtige. Das möchte ich vermeiden. Am Liebsten will ich, so wie ich es jetzt tue, 40 Stunden und mehr meiner Woche in genau die Projekte stecken, die gut und wichtig sind und Veränderung in dieser Welt bewirken!
Deshalb hoffe ich, dass du die Projekte, die ich mache, und die Ideale, auf denen sie basieren, unterstützenswert findest. Ich hoffe, dass ich dich überzeugt habe, dass es wichtig ist, wenn manche Menschen in unserer Gesellschaft in Vollzeit für eine politische Veränderung wirken. Ich hoffe, du siehst genau wie ich, dass unsere Erde, und unsere Gesellschaft, in hohem Tempo Richtung Abgrund fährt, und dass es wichtig ist, jetzt wirklich zu handeln, und nicht zu warten, bis es endgültig zu spät ist. Ich hoffe, du siehst, dass der Moment zu handeln da ist. Natürlich würde ich es am allerbesten finden, wenn wir im echten Leben Seite an Seite für eine bessere Welt streiten können. Aber weil das oft nicht so geht - weil du vielleicht in Vollzeit arbeitest, oder auch so viel zu tun hast, oder du dich in anderer Form politisch betätigen willst als ich - kannst du einen Teil dazu beitragen, und können wir zusammen streiten, indem du mich finanziell unterstützt. Du übernimmst damit eine politische Patenschaft für mich. Wenn ich fünfzig Menschen finde, die mir monatlich mit zehn Euro unter die Arme greifen, habe ich bereits genug, um in Vollzeit für eine politische Veränderung zu arbeiten!

 
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DAS BEWEGUNGSARBEITER*INNEN-PROGRAMM

Ein paar Wochen, nachdem ich diese großartige Idee hatte, fiel mir auf, dass es sie schon gibt: in Form des Bewegungsarbeiter*innen-Programms der Bewegungsstiftung.

In dem Programm ist das Prinzip das Gleiche: Menschen, die in Vollzeit politische Arbeit machen, können für sich auf der Website der Bewegungsstiftung Pat*innen werben. Die Bewegungsstiftung aber organisiert den Kontakt mit den Pat*innen, macht die Abrechnung, Pat*innen können für ihre Spenden eine Spendenquittung erhalten, und außerdem hilft die Stiftung den Bwegungsarbeiter*innen beim Werben neuer Pat*innen. Darüber hinaus steht die Stiftung mit ihrem Namen dahinter, dass die Bewegungsarbeiter*innen wirklich diese Menschen sind, die sie in einem Bewerbungsverfahren kennengelernt und bestätigt haben. Das klang alles super, und darum habe ich mich kurzerhand auch beworben, um als Bewegungsarbeiterin in das Programm der Stiftung aufgenommen zu werden. Und es hat geklappt! Hier ist der Link zu meinem Profil auf der Seite der Stiftung:  https://www.bewegungsstiftung.de/foerderung0/bewegungsarbeiter/tilly.html?L=586

 
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